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Vogtland = Anzeiger Plauen / Vogtland

am 5. Dezember 2000 unter Reichenbach auf Seite RE 1

 

Ordensritter als Vorfahre

Woher stammen Charaktereigenschaften und Talente, die jeden Menschen einmalig machen? Ein Teil zumindest vererben uns die Ahnen - Mutter und Vater, Großmuter und -vater, Urgroßmutter und -vater... . Und so weiter. Irgendwann lässt sich die Linie der Vorväter nicht mehr weiterverfolgen, sie verblasst - Menschen an die sich keiner mehr erinnert. Es sei denn, man lässt sich auf das zeitraubende Hobby Ahnenforschung ein: So wie Frank Fuchs aus Lauschgrün.
REICHENBACH. - Irgendwann saß man bei Fuchsens mal am Kaffeetisch und kramte alte Erinnerungen aus, so nach dem Motto: "Wer war nur gleich mal der aus unserer Familie?" Das sei für ihn auch der Anlass gewesen, das Forschen nach den Ahnen intensiv zu betreiben - 1989 fing`s an. Und bis heute ist kein Ende gefunden.
Die Anlaufpunkte für den 36 - jährigen: Pfarrämter, Zünfte, Gemeindeverwaltungen, Adressbücher. Mittlerweile teilt sich der Lauschgrüner auch im Internet unter E-Mail:
* und der Homepage www.lauschgruen.de # mit.
Auf seiner Homepage verrät Fuchs, wie man am schnellsten seine Vorfahren aus dem vergessen "ausgräbt". Das wichtigste dabei sind drei Daten: Geburtsurkunde, Heirats- und Sterbeintrag. "Ganz schnell bekam ich die Daten meiner Vorfahren von den Pfarrämtern Mylau, Limbach und von Peter-Paul aus Reichenbach", lobt der Ahnenforscher. 300 Jahre gibt es die Familie der Füchse schon in Reichenbach - meist waren es Tuchmacher(meister) oder Zimmerleute. Bis sich eines Tages die Spur verlor. Durch intensive Recherche stieß Frank Fuchs auf seinen Vorfahren Adam Fuchs, der 1661 in Reumtengrün bei Treuen geboren wurde. Von Beruf war er Müller. 
Die schillerndste Persönlichkeit aus seiner Familie reicht allerdings bis ins Jahr 1223 zurück. Konrad Heinrich Temler, dessen Familie ursprünglich aus dem Weserland stammt und deren Geschichte bis ins Jahr 800 zurück zu verfolgen sein soll, ist der früheste Vorfahre. Temler wurde in Dorpat/Estland geboren und kam nach dem Niedergang des Deutschen Ritterordens nach Schleiz. Von Beruf soll er Baumeister gewesen sein. "Von mir aus gesehen ist dieser Mann 22 mal mein Ur und dann Großvater." ( =Erzahnenurgroßelternpaar *) ?
Ebenfalls gereizt hat Frank Fuchs, das Leben eines Vorfahren der Anfang des 20. Jahrhunderts übern großen Teich nach Amerika schipperte. "In der Familie wurde über diesen Mann viel gesprochen, teilweise auch falsch interpretiert, dazugedichtet. Rausgefunden habe ich aber wenig", bedauert der Forscher. Wer nach den Ahnen forscht, muss dies genau tun - möglichst nach System.
Frank Fuchs von Beruf Drucker, sieht seine Person als Ausgangspunkt. Er nennt sich Proband. Von ihm aus verfolgt er stets die mütterliche und väterliche Linie. Die sich immer weiter verzweigenden Nebenlinien lässt er links liegen. Eines Tages einmal einen Stammbaum erstellen, das ist sein Ziel. Auch Geduld bedarf es beim forschen. Da gibt es Zeiten, wo man ewig keine Antwort aus Pfarrämtern bekommt (eine Stunde Sucharbeit in evangelischen Pfarrämtern kostet 26 Mark), manche alte Schriften lassen sich schlecht entziffern, Dokumente sind vom Zahn der Zeit zerfressen und zerstört.
Wenn Fuchs von der Arbeit kommt, sitzt er oft am Computer - manchen tags bis zu zwölf Stunden. dann vervollständigt er seine Homepage, sucht Kontakt zu anderen Ahnenforschern und klickt sich durchs Netz.
Ein Teil seiner Homepage ist außerdem der Geschichte Lauschgrüns und der des Mühlwander Alaunbergwerkes gewidmet. Für Anregungen und Einträge in seinem Gästebuch zur Homepage ist Frank Fuchs immer dankbar. 

cze
 

Freie Presse Chemnitz am 15. November 2000 unter Internet und Computer auf Seite A1
 

"Glück Auf, Leit", heißt es auf dieser Website zum vogtländischen Örtchen Lauschgrün, das zwischen Reichenbach und Plauen liegt. Und wie der Name schon vermuten lässt, gibt`s auch etwas Musik auf die Ohren. #
 

# Vor der Trennung der Webseite.
* Nächträglich geändert bzw. ergänzt.
 

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